{"id":90,"date":"2015-11-27T09:36:34","date_gmt":"2015-11-27T08:36:34","guid":{"rendered":"http:\/\/montessori-halle.de\/cms\/?page_id=90"},"modified":"2016-03-14T08:41:44","modified_gmt":"2016-03-14T07:41:44","slug":"paedagogik","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/montessori-halle.de\/cms\/paedagogik\/","title":{"rendered":"Montessori-P\u00e4dagogik"},"content":{"rendered":"<p>Maria Montessoris Bestreben war es zeitlebens, dem Kind eine Entwicklung zu erm\u00f6glichen, die seiner Natur entspricht. Das gelingt, wenn es sich nach seinem inneren Bauplan, gem\u00e4\u00df seinen individuellen Bed\u00fcrfnissen entwickeln kann. Das hei\u00dft, die Lebensbedingungen des Kindes m\u00fcssen so beschaffen sein, dass es ungehindert aus sich heraus spontan t\u00e4tig werden und konzentriert arbeiten kann.<\/p>\n<p><strong>Das Kind als Baumeister seiner selbst<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>\u201eDas Kind tr\u00e4gt nicht die verkleinerten Merkmale des Erwachsenen in sich, sondern in ihm w\u00e4chst sein eigenes Leben, das seinen Sinn in sich selber hat (\u2026) Das Kind allein ist Bildner seiner Pers\u00f6nlichkeit. Sch\u00f6pferischer Wille dr\u00e4ngt es zur Entwicklung. (\u2026) Alle Kr\u00e4fte des kindlichen Lebens gehen den Weg, der zur inneren Vollendung f\u00fchrt.\u201d (M. Montessori \u2013 Mit Kindern das Leben suchen \u2013 Herder 2002)<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Erziehungsmethode Maria Montessoris hat in erster Linie zum Ziel, das Selbstentfaltungspotential des einzelnen Kindes innerhalb einer darauf eingestellten Umwelt freizusetzen. Sie hilft dem Kind, wenn es sie braucht und f\u00f6rdert, m\u00f6glichst ohne direkte Einmischung seine sensomotorische, intellektuelle, emotionale\u00a0und soziale Entwicklung. Ziel ist es, das Kind in seiner ganzen Person zu achten.<\/p>\n<p><strong>\u201cHilf mir, es selbst zu tun\u201d<\/strong><\/p>\n<p>Dies ist\u00a0ein Leitsatz in der Montessori-P\u00e4dagogik der bedeutet, dass nur das Kind allein in der t\u00e4tigen, aktiven Auseinandersetzung mit seiner Umwelt zu einer\u00a0freien und unabh\u00e4ngigen Pers\u00f6nlichkeit reifen kann. Aus der intensiven Beobachtung der Kinder und ihrem daraus entwickelten Erziehungskonzept kam Maria Montessori zu der Erkenntnis \u201cKinder k\u00f6nnen und wollen lernen, ganz ohne Zwang.\u201d<br \/>\nDabei kommt der Rolle des Erwachsenen eine besondere Bedeutung zu. Sie verstehen sich als Beobachter und Helfer.<\/p>\n<p><strong>Selbstentfaltung<\/strong><\/p>\n<p>Maria Montessori fordert das Recht des Kindes auf eine\u00a0freie<br \/>\nSelbstentfaltung. Nicht der Erwachsene wei\u00df, wie das Kind zu sein hat, nicht er muss es mit entsprechenden Inhalten f\u00fcllen, sondern das Kind selbst tr\u00e4gt den Willen und die Kraft in sich, die zur Entfaltung dr\u00e4ngen.<\/p>\n<p><strong>Sensible Phasen<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>\u201eDie innere Empf\u00e4nglichkeit bestimmt, was aus der Vielfalt der Umwelt jeweils aufgenommen werden soll, und welche Situationen f\u00fcr das augenblickliche Entwicklungsstadium die vorteilhaftesten sind. Sie ist es, die bewirkt, dass das Kind auf gewisse Dinge achtet und auf andere nicht.\u201d (Maria Montessori- Kinder sind anders- Klett Cotta 1987)<\/p><\/blockquote>\n<p>Das Kind tr\u00e4gt einen Bauplan in sich. Das bedeutet, dass es zu bestimmten Zeiten (sensiblen Phasen) eine besondere Empf\u00e4nglichkeit und Lernbereitschaft f\u00fcr den Erwerb bestimmter F\u00e4higkeiten besitzt. Antwortet man dem starken Antrieb des Kindes in einer solchen Zeit nicht mit einem entsprechenden Angebot, ist diese g\u00fcnstige Zeit vertan. Was es sich hier h\u00e4tte spielend aneignen k\u00f6nnen, kann es sp\u00e4ter, wenn \u00fcberhaupt, nur m\u00fchsam lernen.<\/p>\n<p><strong>Integration behinderter Kinder<\/strong><\/p>\n<p>Integration ist ein Menschenrecht und ist bei der p\u00e4dagogischen Gestaltung von Lernprozessen an besondere Bedingungen gebunden. Die F\u00f6rderung von nichtbehinderten und behinderten Kindern wird schulorganisatorisch umgesetzt. Ziel ist es, durch das Zusammenleben behinderter und nicht behinderter Kinder die Entwicklung des Kindes als soziales Wesen zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Maria Montessoris Bestreben war es zeitlebens, dem Kind eine Entwicklung zu erm\u00f6glichen, die seiner Natur entspricht. Das gelingt, wenn es sich nach seinem inneren Bauplan, gem\u00e4\u00df seinen individuellen Bed\u00fcrfnissen entwickeln kann. Das hei\u00dft, die Lebensbedingungen des Kindes m\u00fcssen so beschaffen sein, dass es ungehindert aus sich heraus spontan t\u00e4tig werden und konzentriert arbeiten kann. 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