33 Jahre gemeinsames Lernen – unsere Antwort auf das AfD-Wahlprogramm

Während das neue Wahlprogramm der AfD Sachsen-Anhalt eine Abkehr vom gemeinsamen Lernen fordert, zeigt die Praxis an der Maria-Montessori-Schule seit 1992 das Gegenteil: Teilhabe für alle ist hier kein Experiment, sondern Normalität.

Was hier täglich stattfindet

Wer durch unsere Schule geht, sieht vor allem Kinder: Sie arbeiten an Aufgaben, unterstützen einander, streiten manchmal und vertragen sich wieder. Aktuell lernen hier 23 Kinder mit Down-Syndrom, Autismus oder anderen Beeinträchtigungen gemeinsam mit 150 Mitschülerinnen und Mitschülern. Dass manche Kinder mehr Unterstützung brauchen als andere, ist dabei kein Ausnahmefall, sondern Teil eines gemeinsamen Schulalltags.

Dieser Alltag wirkt weit über den Unterricht hinaus. Kinder, die von Anfang an mit Verschiedenheit aufwachsen, lernen Geduld, Rücksicht, Verantwortung und die Fähigkeit, andere selbstverständlich als Teil der Gemeinschaft anzunehmen. Davon profitieren alle Kinder, nicht nur jene mit Förderbedarf.

Was auf dem Spiel steht – auch für Kinder ohne Förderbedarf

Ein Aspekt, der im politischen Streit oft übersehen wird: Eine Abkehr vom gemeinsamen Lernen würde nicht nur Kinder mit Förderbedarf treffen. Mit ihnen würden voraussichtlich auch die Förderlehrkräfte und ihr besonderes pädagogisches Wissen aus dem Schulalltag verschwinden. Dieses Know-how über individuelles Lernen, unterschiedliche Lerntempi und passende Unterstützung kommt heute allen Kindern zugute und prägt die Qualität des Unterrichts insgesamt.

 

Unsere Schule ist nicht abstrakt – sie ist der Alltag Ihrer Kinder. Wenn Ihnen wichtig ist, dass das so bleibt, freuen wir uns über jede Weiterempfehlung – im Gespräch, in den sozialen Netzwerken oder wo es Ihnen sonst richtig und wichtig erscheint.